Micha in China

Sunday, October 29, 2006

Das schöne Guilin - das chillige Yangshou

In meinem Wörterbuch zur Erklärung der chinesischen Sprache steht nicht umsonst der Satz:
„Die Landschaft von Zimtbau-Wald/Berg-Wasser ist ungewöhnlich gut anzuschauen“.
Was einem zuerst nur einen Einblick in die sehr sinnbildliche chinesische Sprache geben soll, bekommt wenn man die Zimtbau-Wald/Berg-Wasser – Welt einmal mit eigenen Augen gesehen hat ein ganz neue und intensivere Bedeutung. Bei der beschriebenen Welt handelt es sich um die berühmte Kalksteinlandschaft von Guilin. Auch Spatzi meinte bei den Bildern, dass sie sich schwer an die Krabi Felsen erinnert fühlt nur, dass ich sagen muss, dass es noch viel mehr Felsen als vor Krabi oder Phuket sind. Die sehr schöne und 4h lange Bootsfahrt von Guilin nach Yangshou war zwar leider etwas durch die diesige Sicht getrübt, die aber für diese Jahreszeit für Guilin absolut normal ist. Viel mehr hat uns angepisst, dass wir aufgrund unserer chin. Reisegruppe (okay war auch billiger alls die engl-sprachige) ca. 1 ½ h durch ein Juwelier Laden geschleust wurden und uns die Chinesen dabei fast totgetrampelt hätten. Naja, auf dem Boot gab es dann trotz nerviger Schlitzis etwas zu essen und die Landschaft war ohnehin viel zu schön, als sich über etwas aufzuregen. Natürlich waren auch sehr nette Westler (2 Amis, ein Holländer, ein Schweizer) an Bord mit denen wir uns dann die 4h super nett unterhalten haben. In Yangshou blieben wir effektiv 3 Stunden, bekamen aber trotzdem recht schnell einen guten Eindruck, dass man es dort auch sehr gut hätte länger aushalten können. Das kleine Backpaper Nest ist so herrlich unchinesisch und so chillig lazy. (Heut mal wieder viel Denglisch angesagt!!!) Ausserdem gab es hier soviele Langnasen wie noch nie auf unserer Reise und hätten wir mehr Zeit auf unserer Reise gehabt, wären wir sicher 2-3 Tage in Yangshou geblieben. So ging es dann am Abend leider wieder back to Guilin, wo wir dann noch kurzfristig in einen Weltrekordversuch hineingeraten sind. Wir waren eigentlich nur auf der Faussgängerzone unterwegs, als uns auffiel, dass auf einem großen Platz ungewöhnlich viele Leute warteten. Also warteten wir ebenfalls (inkl. Guillin Beer – sehr zu empfehlen und chicken crispy Spiess – geht ganz steil!!!) auf dem Platz und lurgten Richtung Sheraton Hotel. Irgendwann brachten wir dann in Erfahrung, dass anlässlich der Einweihung des neuen Hotels am heutigen Abend der größte künstliche von Menschenhand geschaffene Wasserfall die komplette Hotelfassade hinab plätschern soll und wie gesagt, der Wasserfall mit 85m Breite und 60m Höhe der größte (künstliche) Wasserfall der Welt sein wird. Um Punkt 20.30Uhr ging es dann los und tatsächlich wurde unter klassischer Musik, die komplette Hotelfassade vom Dach aus unter Wasser gesetzt, was richtig nett anzuschauen war. Natürlich hatte die Aktion aufgrund der “hervorragenden“ qualitativen Verarbeitung der Chienesen einige Witze unsererseits zur Folge, wie z.B.: dass nun wahrscheinlich alle Zimmer unter Wasser stünden und das Hotel morgen wohl wieder abgerissen werden muss – aber hauptsache im Guiness Buch der Rekorde – typisch China halt. Letzte Notiz zu Guilin: unverschämt günstige Preise für Klamotten, Schuhe und was man in China sonst noch so tonnenweise kauft – aber leider hatten wir nicht wirklich Zeit zum shoppen!
Sodele… Morgen kommt dann der letzte Bericht aus der Golden Week von unserem letzten Tag unserer Reise an den Dragon´s Backbone Reisterrassen. Aber keine Angst, dass danach von meiner Seite aus Funkstille herrscht, denn hier ist im Tagesgeschäft schon wieder so viel passiert, dass ich definitiv im Tagesintervall weiterposten muss/kann…!

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